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Römisch Katholische Kirche

Pfarrkirche Neudörfl

tl_files/gemneud/stories/download/Foto/Kirche.jpgDie Geschichte der Neudörfler Pfarrkirche führt uns etwa 300 Jahre zurück. Neudörfl, welches 1641 vom Fürsten Esterházy gegründet worden ist, wurde vorerst von der Pfarre Pöttsching aus mitbetreut. Erst im Jahre 1700 wurde es eine selbständige Pfarre mit einem eigenen Pfarrer. Aber schon vorher gab es in Neudörfl eine Kirche, die der Muttergottes geweiht war. Obwohl die beiden Häuserzeilen bei weitem noch nicht so weit reichten, wurde die Kirche auf die nächste Anhöhe gebaut, um der Überschwemmungsgefahr, die damals ständig von der Leitha her drohte, zu entgehen.

Von der Wassergefahr war die Kirche also geschützt, nicht aber von der Feuergefahr. Als die Truppen der Türken im Jahre 1683 Richtung Wien zogen, steckten sie auch die Neudörfler Pfarrkirche in Brand – wie so viele andere Kirchen auch! Nur das ehemalige Hochaltarbild, welche die Madonna mit dem Jesusknaben am Schoß zeigt, blieb unversehrt im Schutthaufen übrig. Es ist heute Zentrum des neuen Bildes im Altarraum. Die Inschrift, die man daraufhin am Bild anbringen ließ, erzählt noch von diesem wundersamen Ereignis. Sie lautet: „Dies Frauenbild ist anno 1683 in diesem Löblichen Gottes-Haus mitten in der Feuersbrunst als sie von den Turcken abgebrennt worden, unverletzt geblieben.“

Nach der Befreiung Wiens und unserer Gegend von den Türkenbelagerungen wurde das Neudörfler Gotteshaus 1686 in seiner heutigen Größe in barocken Formen gebaut. Ursprünglich diente ein hölzerner Turm als Glockengerüst. Erst seit 1783 steht der 33m hohe steinerne Turm, bedeckt mit einer achteckigen Sturzpyramide, so wie es in unserem Landstrich üblich ist.

In den folgenden Jahrzehnten und Jahrhunderten erlebte die Pfarrkirche viele bauliche Veränderungen. 1952 unterzog Pfarrer Franz Weninger die Kirche einer Generalsanierung: die barocke Einrichtung wurde herausgenommen und die Wände von Prof. Ottokar v. Landwehr mit Szenen aus dem ALTEN UND Neuen Testament bemalt. Weiters wurde die Kirche den Anforderungen der Liturgiereform durch das Zweite vatikanische Konzil angepasst. Sein Nachfolger, Pfarrer Dr. Franz Hillinger (1967 – 1981), restaurierte dann die Kirchenheizung und installierte ein elektrisches Läutwerk. Auch wurde 1977 eine neue Orgel (sieh Bild unten) angeschafft sowie auch der Kreuzweg und das dazugehörige Kreuz aus Terracotta vom Bildhauer Jakob Kopp, welche heute noch die Kirche schmücken.

Unter dem verstorbenen Pfarrer Mag. Gottfried Pinter wurde die Kirche 1986 innen und dann in den Jahren 1997 – 2000 außen und innen generalsaniert.

Für weiter Information folgen Sie den nachstehenden Link www.pfarre-neudoerfl.at

Religionen im Burgenland

Obwohl die Mehrheit der Burgenländer wie im übrigen Österreich vorwiegend römisch-katholisch ist, gibt es hier mit 14 % einen relativ hohen Anteil an Protestanten, die in den 29 Pfarrgemeinden der Superintendentur A. B. Burgenland und in der evangelischen Kirchengemeinde H.B. Oberwart organisiert sind. Es gab früher eine große und bedeutende jüdische Kultur, vor allem in den sogenannten „Siebengemeinden“ (Eisenstadt, Mattersburg, Kittsee, Frauenkirchen, Kobersdorf, Lackenbach sowie Deutschkreutz) mit hohem Anteil jüdischer Bevölkerung. In Lackenbach bildeten die Juden 1869 volle 62 % der Bevölkerung; die größte jüdische Gemeinde Burgenlands war jedoch diejenige in Mattersburg. Hier bildeten die Juden bis Ende des 19. Jahrhunderts mehr als ein Drittel der Einwohner. 1938 wurden sämtliche Juden aus dem Burgenland vertrieben oder ermordet, heute erinnert nur noch sehr wenig im Burgenland daran, was einmal war.

Der Landespatron für das Burgenland ist der heilige Martin von Tours.

Quelle: www.wikipedia.org