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Dorferneuerung

Die umfassende Dorferneuerung ist seit 1987 Bestandteil der Burgenländischen Landespolitik mit dem Ziel die Erhaltung und Stärkung der burgenländischen Dörfer und des ländlichen Raumes zu gewährleisten. 
Im Jahre 2004 wurde die burgenländische Dorferneuerung als Strategie zur Umsetzung der Lokalen Agenda 21 eingerichtet.

Die Dorferneuerung ist im Burgenland ein Instrument zur Umsetzung der Nachhaltigkeitsstrategie und umfasst die Gesamtheit der Maßnahmen zur Verwirklichung folgender Leitziele:

Das Land und die ländlich geprägten Orte sollen in ihrer Eigenart als Wohn-Arbeits- und Sozialraum erhalten bleiben und erneuert werden, wobei die Lebensverhältnisse der Ortsbewohner verbessert werden sollen.

Die wirtschaftliche Existenz der Dörfer soll abgesichert, die bauliche und kulturelle Eigenart gewährleistet, die Eigenständigkeit der Dörfer gestärkt und der Abwanderung aus den Dörfern strukturschwacher Räume entgegengewirkt werden.

Auf der Grundlage des wirtschaftlichen, kulturellen, ökologischen, sozialen und baulichen Ist-Zu-standes eines Dorfes ist ein Gesamt-Dorferneuerungsplan zu erarbeiten. Die Umsetzung dieses Konzeptes soll durch Engagement der Gemeindevertretung sowie durch die Bereitschaft und größtmögliche Einbeziehung der Dorfbewohner erreicht werden. 

Einen besonderen Stellenwert nehmen Maßnahmen mit ausgeprägt nachhaltiger Wirkung im Sinne der Lokalen Agenda 21 ein. Die vier Säulen der umfassenden Dorferneuerung stellen die Ökologie, Ökonomie, Soziokultur und der optisch-bauliche Bereich dar und sollten Bestandteil eines jeden Dorferneuerungsplanes sein.

Die Förderungsmaßnahmen im Rahmen der Dorferneuerung betreffen einerseits die Gemeinden auf dem Gebiet der umfassenden Dorferneuerung und andererseits auch jeden einzelnen Hausbzw. Gebäudebesitzer auf dem Gebiet der Fassadenförderung.

Gesetzliche Grundlage

Die gesetzliche Grundlage der Dorferneuerung in Burgenland bildet die Burgenländische Dorferneuerungsverordnung 2003.